Otmar Heftrich

Der Frieden in der Welt fängt in dir selbst an.

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Leseproben

Wir forschen in Grenzbereichen. Gott aber besitzt in seiner vollkommenen Liebe eine grenzenlose Freiheit, die unberechenbar ist.

Im Folgenden finden Sie einige Leseproben aus meinen Büchern und verschiedenen anderen Werken.

Liebe als treibende Kraft im Leben

Weil wir uns selbst ein Rätsel sind, (wir sehen immer nur Ausschnitte von uns und wissen nicht wie wir in zukünftigen Ereignissen reagieren werden) wundern wir uns oftmals nicht nur über uns selbst, sondern haben auch allen Grund haben, an Wunder oder eine uns übersteigende Kraft zu glauben.

Glauben wir aber, dass alles rein zufällig und willkürlich entsteht, dann nehmen wir nicht zur Kenntnis, dass wir doch schon sinnbildlich in unserem eigenen Leben erfahren, das hinter jedem gemalten Bild ein gestaltender Künstler steht, ohne den sein Bild erst gar nicht entstehen würde.

Außerdem haben wir allen Grund davon auszugehen, dass wir Teil eines höheren Ganzen sind, über das wir nur staunen können, weil hinter dem Horizont unserer eigenen Vorstellungen so viele Geheimnisse und ungelöste Fragen existieren, die wir (Woher kommen wir und wohin gehen wir) nicht mit logischem Denken beantworten können.

Zudem erkennen wir in unserem Umfeld Planeten, die auf einzigartige Art und Weise so genial mit jeweils anderen harmonieren, sodass eine geringe Abweichung genügen würde, damit unser Leben auf dieser Erde unmöglich würde.

Weiterhin wird uns schon während unserer Geburt eine nicht berechenbare, erklärbare Fähigkeit zur Liebe in unser Herz gelegt, mit der wir in wortloser Gestik in der Lage sind, in besonderer Weise auf die Zuneigung unserer Bezugsperson, auf ein Du hin so zu reagieren, sodass wir uns bei ihm auch gleich geborgen fühlen und ungezwungen und friedlich zu lächeln beginnen wenn wir angelächelt werden.

Unabhängig davon ist es eine unbestreitbare Tatsache, dass uns unser Leben oder unsere Aufgaben mit Liebe am besten gelingen, sodass wir davon ausgehen können, das in der Liebe eine motivierende, sinnstiftende und antreibende Kraft wohnt, die nicht nur in der Lage ist, Bewegung in unser Leben zu bringen, sondern die in ihrer Vollkommenheit, als Quelle und schöpferische Kraft allen Lebens, in der Lage ist, Leben mit Liebe zu erzeugen.

Der Frieden in der Welt fängt in uns selber an

Eine Seele die sich liebt, steht fest wie ein Baum für die Botschaft des Friedens. Sie lässt sich in ihrem Wachstum nicht von Hass lähmen, weil sie es als ihre Aufgabe ansieht, Frucht zu bringen und sich mit ihren Gaben an andere zu verschenken.

Eine Seele die sich liebt, reagiert klug auf eine seelische Verletzung. Sie wartet nicht darauf, bis sich ihr Peiniger bei ihr entschuldigt hat, weil sie weiß, das Hass wie eine offene Wunde am Körper ihr Leben vergiften kann, sodass sie Versöhnung sucht, um in ihrem Geflecht nicht zu vertrocknen.

Eine Seele die sich liebt, besitzt Weisheit, sodass sie auch die innere Armut ihres Peinigers im Auge behält, sich sachlich mit seinen Motiven auseinandersetzt und sich so lange Zeit lässt, bis ihre Wutgefühle ihm gegenüber verschwunden sind.

Eine Seele, die sich liebt, ist immer wieder zur Versöhnung bereit, weil sie um ihre eigene Erlösung durch die Hingabe eines liebenden Gottes weiß und damit so stark wird wie ein tief verwurzelter Baum, der sich anderen freundschaftlich verbunden, den aufkommenden Stürmen zu trotzen und immer wieder von neuem zu blühen und Frucht zu bringen weiß.

Eine bittere Seele aber, die sich selbst nicht mehr liebt, verliert an Kraft, sodass sie in sich selbst vertrocknet wie ein ungewässerter Baum der nicht mehr wachsen kann. So aber bringt sie keine Frucht mehr und verdunkelt so sehr in sich selbst, das sie nicht nur blind für die Schönheit des Lebens, sondern auch blind für die Not ihrer Nächsten und eine neue Verwandlung wird.

Licht und Schatten

Eine selbstgerechte Seele belügt sich selbst, wenn sie glaubt, das sie Ausstrahlung besitzt.
Stellt sie sich doch so sehr ins Licht, dass sie blind für ihre eigenen Schatten wird.
Eine selbstgerechte Seele fällt tiefer als sie glaubt, weil sie in ihrem ständigen Bestreben,
andere auf ihre Schattenseiten aufmerksam zu machen, den klaren Blick für sich selbst verliert.

Eine allein nach Macht strebende Seele täuscht sich selbst, wenn sie in ihrer Blindheit nicht glaubt, das Macht ohne Liebe einsam macht.
Verhält sie sich in ihrer Selbstverliebtheit so gnadenlos und gewaltsam, das sie andere auf dem Weg zu ihrem eigenen Licht verdrängt.

Eine demütige und hingebungsvolle Seele hingegen, die sich mit Liebe an andere verschenkt,
wird zu einem Licht für die, die einsam und verletzt in ihrem eigenen Schatten stehen.
Vermag sie sich doch so ehrlich zu ihren eigenen Schattenseiten zu bekennen, dass sie auch Verständnis für all die besitzt,
die sich in dem Gefängnis ihrer Einsamkeit nach einem Licht der Liebe sehnen.

Das Leben mit dem Herzen sehen

Deine Augen sind der Spiegel deiner Seele.
Sind sie von Vertrauen getragen,
dann können sie zum Ort der Begegnung
und zum offenen Fenster der Liebe werden.
Sehen sie aber nur,
was sie sehen wollen, dann verlieren sie an Schärfe.

Deine Augen sprechen ihre eigene Sprache
und zeigen dir auf, wie es um dich steht.
Sie können nicht lügen
und sind wie ein Spiegel für dein Fühlen.
Sind sie von Liebe erfüllt, dann fangen sie an zu strahlen.

Deine Augen sind das Fenster deiner Seele.
Sehen sie, wo es an Liebe mangelt, dann sehen sie mit dem Herzen.
Sehen sie aber nur dich selbst,
dann bleiben sie blind für das Leben deines Nächsten,
der in seinem Herzen von deinen offenen Augen gefunden
und angenommen werden will.

Verschiedenes

Weil ich deine Liebe nicht vergessen kann, erfahre ich beim Anblick vorüberziehender Sterne große Sehnsucht nach dir.
Weil ich dich nicht mehr erreichen kann, bleibst du in dem Gedächtnis meines Herzens bei mir.
Weil ich dir nicht mehr begegnen kann, ziehst du mich als schöne Erinnerung immer wieder zu dir.
Weil du dich nicht mehr bei mir melden kannst, wirst du zum schönsten Traum in mir.

Manchmal sind gerade die scheinbar Verrückten,
die, die nicht in unsere Vorstellungen passen und aus unserer Sicht ungewöhnliche Wege gehen,
diejenigen, die am ehesten in der Lage sind,
etwas Außergewöhnliches zu entdecken.

Licht im November

Nachdem alle Frucht eingeholt ist, ziehst sich die Natur im November mit all ihrer Kraft nach innen zurück. So lenkt der Baum seine Energie nicht mehr in seine Triebe, sondern sammelt sie in frostigen Zeiten geschickt in seinen Wurzeln.

Der Baum ist ein Sinnbild für den Kreislauf von Werden und Vergehen in unserem Leben, sodass er uns im Fallen lassen seiner Blätter ein verwandelndes Loslassen vor Augen hält, das auch uns einmal ereilen wird, wenn wir unsere geliebten Mitmenschen oder unser eigenes Leben verlassen müssen.

Aber der Baum erinnert uns auch daran, das wir uns gerade in trüben und grauen Novembertagen auf unsere innere Energie besinnen und all der geliebten verstorbenen Menschen gedenken können, die uns selbst einmal Kraft zum Leben gegeben haben und in unserem Inneren deswegen nicht gestorben sind, weil sie als leuchtende Erinnerung in unserem Herzen weiter leben. Sie haben mit dazu beigetragen, das wir in unserem Inneren eine Reife entwickelt haben, die einem Baum gleicht, der den Stürmen des Lebens zu trotzen weiß.

Menschen die trotz dieser dunklen Jahreszeit auch an ein Leben nach dem Tod glauben können, sind reich beschenkt, weil sie wissen, das in einem fließenden Leben nichts zerfallen sich aber alles verwandeln kann. Sie können sich gerade in dunklen Tagen auf einen grenzenlosen, menschenfreundlichen Gott beziehen, der mit ihrem Glauben ein Licht in ihren Herzen entzündet hat, das wiederum erhellend auf trauernde Menschen strahlen kann.

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